Rauchsheriff
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Autor Thema: Was bewirkt Tabakrauch?  (Gelesen 329 mal)
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« am: März 03, 2010, 01:08:41 »


Uli Rudolph 

hier mal noch n höchst interessanter Text von Dr. Petra Bracht, sollte mal jeder Raucher lesen:

....Es ist still geworden um dieses Thema. Für mich unverständlich. Denn noch immer rauchen mehr als 30% der Deutschen, das entspricht einem täglichen Zigarettenkonsum von über 300 Millionen. Ein Raucher, der täglich zwanzig Zigaretten raucht und das über zwanzig Jahre, nimmt während dieses Zeitraums 1 Tasse reinen Teer in seiner Lunge auf, sowie sechs Kilo Rauchstaub. Die Lunge ist quasi „asphaltiert“ und der Gasaustausch erheblich gestört, was sich durch Atemnot bemerkbar macht. Ganz zu schweigen von den über 4.500 verschiedenen chemischen Substanzen neben Nikotin und dem gefährlichen Kohlenmonoxid.
Das Kohlenmonoxid beispielsweise bindet sich an Stelle von Sauerstoff an die roten Blutkörperchen. Dadurch findet die notwendige Sauerstoffversorgung des Körpers nicht mehr statt. Die kleinsten Haargefäße (Kapillaren) werden nicht mehr ausreichend versorgt. Die Zellen sterben immer mehr ab (Raucherbein). Der Körper versucht, wie immer in Krisensituationen auch in diesem Fall zu reagieren und produziert mehr rote Blutkörperchen, um für ausreichend Sauerstoff zu sorgen. Dies führt zu einer Verdickung des Blutes. Damit erhöht sich das Risiko für die Entstehung von Thrombosen und Embolien.
Schlaganfall und Herzinfarkt können die Folgen sein. Hinzu kommen noch die Zusatzstoffe, die dem Zigarettentabak zugesetzt werden, um das Rauchen bekömmlicher und aromatischer werden zu lassen und dadurch die Aufnahme von Nikotin erleichtern. Nikotin ist ein Nerven- und Zellgift. Es beeinflusst den Hormonhaushalt, weshalb Frauen früher in die Wechseljahre kommen. Auch lässt die Hirnleistung mit zunehmendem Alter bei Rauchern nach. Eine gerauchte Zigarette verbraucht den gesamten Tagesbedarf von Vitamin C. Für zwei Stunden sind wichtige Immunzellen (Lymphozyten) lahm gelegt.
Mit jedem Zug belasten wir unseren Organismus mit 10 hoch 15 freien Radikalen, die in 4000 verschiedenen Erscheinungsformen auftreten. Dies ist jedes Mal ein Angriff auf das Leben des Rauchers. Freie Radikale können alles in unserem Körper zerstören, bis hin zur Zellinformation. Hier ist der wesentliche Grund dafür zu ? nden, weshalb das Rauchen mit vielen Krebserkrankungen in Zusammenhang gebracht wird. Nicht nur Lungenkrebs kann die Folge sein, sondern auch Blasen-, Nieren und Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Die Weltgesundheitsorganisation hat 3000 Studien mit insgesamt einer Million Rauchern auswerten lassen und geht davon aus, dass die Hälfte der Raucher bereits im mittleren Alter an Krankheiten sterben werden, die sie durch das Zigarettenrauchen bekommen haben. Sie verlieren also 20 bis 25 Jahre ihrer Lebenszeit.Dass die Raucher für solch ein Horrorszenario auch noch tief in die Tasche greifen und dem Staat 2009 fast 13,6 Milliarden Euro in die Haushaltskasse in Form von Tabaksteuer zahlten, entbehrt jeglicher Sinnhaftigkeit.Die einzige Ausrede, die jetzt noch bleibt, ist die Sucht.
Wir Menschen haben aber einen freien Willen. Und wenn wir uns nicht mehr von der Sucht beherrschen lassen wollen, unternehmen wir etwas gegen sie. Die Angebote sind vielfältig und durchaus wirkungsvoll.Ein weiterer Schritt zur Selbsthilfe wäre vielleicht das Hinzufügen eines Beipackzettels in jeder Zigarettenschachtel, in dem die verheerenden Wirkungen mit all den daraus entstehenden Konsequenzen aufgelistet würden. Vermutlich wäre dann eine Schachtel doppelt so dick und hätte in keinen Automaten mehr Platz....
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« Antworten #1 am: März 05, 2010, 02:16:55 »



http://derstandard.at/1267132235316/Symptom-Zahnfleischbluten-Rote-Borsten-zur-Vorwarnung

............. Potenzierte Gefahr

Das Risiko an einer Parodontitis zu erkranken potenziert sich durch das Rauchen: "Im Zigarettenrauch befinden sich bis zu 5.000 Giftstoffe, die die Durchblutung des Zahnfleisches mindern und das Immunsystem schwächen", so Jandrasits. Gemeinsam mit falschen Putzgewohnheiten bedeutet das freie Bahn für Bakterien, die sich am Zahnfleisch ansiedeln. "Habe ich eine schlechte Mundhygiene und rauche, verachtfacht sich das Risiko an einer Parodontitis zu erkranken", warnt der Mediziner.

..............
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« Antworten #2 am: April 02, 2010, 23:19:03 »

HEALTH CENTER: RAUCHSTOPP

 In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie

http://www.netdoktor.at/health_center/rauchstopp/passivrauchen.htm

NetDoktor-Experte
Prim.Dr. Alfred Lichtenschopf
Prim. Dr. Alfred Lichtenschopf
Facharzt für Innere Medizin und Psychotherapeut
© Stockdisc / Michlmayr
Health Center Rauchstopp
Alle Infos zur letzten Zigarette

Passivrauchen

Lange hat das Passivrauchen als zu vernachlässigender Faktor gegolten. Entgegen der auch heute noch weit verbreiteten Ansicht handelt es sich bei Tabakrauch in Innenräumen aber nicht um eine Belästigung anwesender Nichtraucher, sondern vielmehr um eine Gesundheits-Gefährdung mit oftmals schwer wiegenden Folgen.

Tabakrauch ist erwiesenermaßen der gefährlichste vermeidbare Innenraum-Schadstoff und in Raucher-Wohnungen, Cafés, Gasthäusern und sonstigen Innenräumen mit Raucherlaubnis die führende Ursache für Luftverschmutzung. Wird Tabakrauch vom Menschen über die Atemluft aufgenommen, spricht man von Passivrauch-Belastung oder Passivrauchen.


Woraus besteht der Passivrauch?

Der Passivrauch setzt sich zusammen aus dem Nebenstromrauch und Teilen des Hauptstromrauchs: Der Nebenstromrauch entsteht beim Verglimmen der Zigarette zwischen den Zügen und macht mit rund 85 Prozent den größten Teil des Zigarettenrauchs in der Raumluft aus. Die von Raucherin oder Raucher wieder ausgeatmeten Bestandteile des Hauptstromrauches tragen den Rest zur Passivrauch-Belastung bei.

Der Passivrauch besteht nicht nur aus gasförmigen, sondern auch aus partikelförmigen Substanzen (sog. Feinstaub). Diese winzigen Partikel gelten als besonders gefährlich, weil sie tief in die Lunge vordringen können. In Innenräumen lagern sie sich zudem an Wänden, Decken oder Gegenständen ab und werden von dort - noch lange Zeit nach der letzten Zigarette - wieder an die Umgebung abgegeben.


Warum ist Passivrauchen gefährlich?

Heute wissen wir, dass sich im Zigarettenrauch mehr als 4.000 chemische Verbindungen finden, von denen über 60 als krebserregende Substanzen (sog. Kanzerogene) eingestuft werden. Zu diesen Substanzen zählen etwa Arsen, Benzol, Cadmium, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder N-Nitrosamine. Der Raucher inhaliert diese Substanzen im Hauptstromrauch.

Für das Passivrauchen ist wie erwähnt jener Tabakrauch von größerer Bedeutung, der von der schwelenden Zigarette in die Luft des Raumes abgegeben wird. Die Tabakindustrie selbst hat schon in den 1980er-Jahren mehr als 100 Studien zur Toxikologie dieses Nebenstromrauches in Auftrag gegeben. Dabei stellte sich heraus, dass der inhalierte Nebenstromrauch etwa viermal so toxisch (giftig, schädlich) ist wie der Hauptstromrauch. Das Nebenstromkondensat ist ungefähr dreimal so toxisch pro Gramm und zwei- bis sechsmal so tumorinduzierend (wucherungsauslösend) bei Anwendung auf der Haut im Tierversuch wie der Hauptstromrauch.

Es wirft ein bezeichnendes Licht auf die Tabakindustrie, dass keine dieser Studien publiziert wurde. Erst durch die Verurteilung der Tabakfirmen im Gefolge der "litigation", der Anklagen in den USA, wurde die Tabakindustrie gezwungen, diese Ergebnisse auch zu veröffentlichen.


Was bewirkt Passivrauchen?

Aus zahlreichen Studien über das Passivrauchen wissen wir:

    * Passivrauchen erhöht das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um etwa 20 Prozent.
    * Es verdoppelt das Risiko, Asthma zu entwickeln.
    * Die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls erhöht sich um 80 Prozent.
    * Das Risiko einer koronaren Herzkrankheit ist um 20 Prozent gesteigert.
    * Für COPD (Bronchitis, Emphysem) liegt die Wahrscheinlichkeit mehr als 30 Prozent höher.
    * Das Risiko für niedriges Geburtsgewicht ist um 40 Prozent erhöht.

In einer Untersuchung des Cancer Research UK, der European Respiratory Society, des Institut National du Cancer und des European Heart Networks werden die jährlichen Todesfälle für Österreich auf 856 durch Passivrauchen zuhause und 173 durch Passivrauchen am Arbeitsplatz geschätzt. Mit 1.029 Todesfällen pro Jahr übertrifft das Passivrauchen die Zahl an Verkehrstoten pro Jahr deutlich! Passivrauchen ist also ein wesentlicher Faktor für das Mortalitätsrisiko in Österreich.

Es ist daher eine unabdingbare Forderung, alle Menschen vor den prekären Folgen des Passivrauchens zu schützen. Dabei geht es keinesfalls um eine Verfolgung oder gar Kriminalisierung der Raucher. Es muss aber endlich einen effektiven und unzweifelhaften Schutz der Nichtraucher geben.


Welche Maßnahmen sind erforderlich?

Ein effektiver Schutz kann nur in einem Verbot des Rauchens am Arbeitsplatz und in öffentlichen Räumen, aber auch in Restaurants und Bars bestehen - Rauchverbot in Schulen muss zur Selbstverständlichkeit werden. Räume mit virtueller Trennung von Raucher- und Nichtraucher-Arealen bieten keinen Schutz vor den Auswirkungen des Passivrauchens.

Einige europäische Länder haben Rauchverbote am Arbeitsplatz und in Restaurants schon umgesetzt, so in Finnland 1995, Irland 2004 und in Italien. Diese Länder haben gute Erfahrungen damit gemacht: Die Passivrauch-Exposition ist auf Null gefallen, es wurden keine finanziellen Probleme für die Gastronomie gefunden (weil ein generelles Rauchverbot ausgesprochen wurde) und es konnten erste gesundheitliche Auswirkungen auf die Bevölkerung gesehen werden.

Aus diesem Grund sollten die folgenden Punkte auch in Österreich für jeden selbstverständlich sein:

    1. Passivrauchen ist gesundheitsschädlich und kann tödlich enden.
    2. Jede/r Arbeiter/in oder Angestellte hat das Recht, vor Passivrauch geschützt zu werden.
    3. Wissenschaftliche Evidenz zeigt, dass Ventilation nicht vor Passivrauch-Belastung schützt.
    4. Rauchverbote führen nicht zu Gewinneinbussen der Gastronomie.
    5. Freiheit der Wahl beinhaltet auch die Verantwortung, anderen nicht zu schaden.
    6. Die Öffentlichkeit in Europa unterstützt Rauchverbote.
    7. Rauchverbote wurden in anderen europäischen Staaten eingeführt, eine Einführung ist also auch in Österreich möglich.
    8. Verbote sind eine kosteneffiziente Maßnahme gegen das Rauchen.


Autor: Prim. Dr. Alfred Lichtenschopf, Facharzt für Innere Medizin, Psychotherapeut

Quellen:
Jaakola MM, Jaakola JJ: Impact of smoke-free workplace legislation on exposure and health possibilities for prevention. In: European Respiratory Journal (28) 2006, S. 397-408.
Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.): Passivrauchen - ein unterschätztes Risiko. Heidelberg 2005.
Smoke Free Partnership: Lifting the smokescreen. 10 reasons for a smoke free Europe. Brüssel 2006. (online unter: http://www.ersnet.org)

Letzte Aktualisierung: Dezember 2006

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« Antworten #3 am: April 20, 2010, 00:14:19 »



Raucher - Entwöhnungsmittel
Helfen Pflaster und Kaugummi?

Dr. Eva Maria Fischer-Bischinger, Ärztin für Allgemeinmedizin

Leider raucht in Österreich noch immer jeder zweite Mann und jede dritte Frau und das obwohl jeder weiß, dass Rauchen teuer ist (ca. eine Million Schilling in 50 Jahren!) und krank macht.

Hier zwei Beispiele:

    * 90 - 97 % aller Lungenkrebserkrankungen entstehen bei Rauchern
    * die Hälfte aller Raucher stirbt an einer durch das Rauchen entstandenen Krankheit und das zwischen dem 40. Und 50. Lebensjahr, das heißt er verliert durchschnittlich 20 Lebensjahre.

Was ist so schädlich an der Zigarette?

Im Rauch sind 40 verschiedene krebserregende Substanzen enthalten, z.B. Cyanid und Formaldehyd.
Er enthält radioaktive Strahlung. CO (Kohlenmonoxid) ist in großen Mengen im Zigarettenrauch enthalten.
Dieses Gas führt bei einer Vergiftung zum Tod, man erstickt weil unser Blut keinen Sauerstoff mehr transportieren kann. Dieses CO ist für Schäden an unseren Gefäßen, am Herzen, im Gehirn verantwortlich.

Der bekannteste Inhaltsstoff, das Nikotin, ist weniger gesundheitsschädlich, es macht jedoch abhängig.
Das heißt, Nikotin ist die Ursache dafür, dass wir Entzugserscheinungen bekommen, wenn wir nicht mehr rauchen. Deshalb ist Nikotin eine Droge wie jede andere auch und jeder Raucher ist abhängig. Entzugserscheinungen sind Aggressivität, Unruhe, Schlafstörungen, gesteigerter Appetit, Depressionen usw.

Was kann nun helfen das Rauchen aufzugeben?

Leider gibt es kein Patentrezept, letztlich liegt es an Ihrem Mut, Ihrer Entschlossenheit und Ihrer Kraft.
Vielleicht gibt es jedoch einige Hilfsmittel, die speziell für Sie geeignet sind. Um diese Methoden festzustellen, sollten Sie sich zunächst über Ihr Rauchverhalten klar werden: Das können Sie indem Sie über einige Tage ein Raucherprotokoll führen. In dieses notieren Sie bitte wie viele Zigaretten Sie wann, bei welcher Gelegenheit, in welcher Stimmung und mit welchen Personen rauchen. Dieses Protokoll kann Ihnen zeigen, was für ein Rauchertyp Sie sind und Ihnen vielleicht schon helfen, bestimmte Situationen zu meiden, bei denen Sie besonders viel rauchen würden. Eine Hilfe, Ihr Verhalten zu ändern, kann das Buch "Endlich Nichtraucher" von Allen Carr sein.

Als nächsten Schritt empfehle ich den Fagerström-Test um den Grad Ihrer Nikotinabhängigkeit festzustellen.
http://gin.uibk.ac.at/thema/rauchen/entwoehnungsmittel.html

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« Antworten #4 am: April 20, 2010, 00:17:35 »



http://www.docs4you.at/Content.Node/Jugendseiten/Ich_rauche_na_und.pdf

Power point Präsentation mit:

Ich rauche – na und?
Fakten, die man wissen sollte!
Projekt
􀂃 Caritas-Ausbildungszentrum Seegasse
􀂃 Univ. Prof. Dr. Neuberger
www.aerzteinitiative.at
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« Antworten #5 am: Mai 11, 2010, 18:38:24 »

http://www.pressetext.at/news/100506027/zahnaerzte-wichtige-rolle-in-der-tabakpraevention/

Zahnärzte: Wichtige Rolle in der Tabakprävention
Deutsches Krebsforschungszentrum analysiert 450 Krebs-Studien

Am besten wäre es damit aufzuhören (Foto: pixelio.de/oneöfoto)
Heidelberg (pte/06.05.2010/15:47) - Dass sich Zähne lockern und dann ausfallen kann auch am Tabakkonsum liegen. Denn die Schadstoffe aus dem Tabakrauch fördern immunologische Vorgänge, die die Zerstörung des Kieferknochens vorantreiben. Einer aktuellen Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums DKFZ http://www.dkfz.de zufolge, leiden Raucher wesentlich häufiger unter entzündlichen Veränderungen des Zahnhalteapparats. Zudem haben sie ein rund doppelt so hohes Risiko für Zahnausfall wie Nichtraucher.

"Dass Raucher häufiger an Lungenkrebs erkranken als Nichtraucher ist keine Neuigkeit, weniger bekannt ist jedoch, dass das Rauchen auch im Mundraum Erkrankungen verursacht, die zum Teil sogar tödlich verlaufen", erklärt Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention m DKFZ im pressetext-Interview. "So haben Raucher ein bis zu sechsfach erhöhtes Risiko, an Krebs im Mundraum zu erkranken. Besonders problematisch dabei ist, dass bei Rauchern Krebs im Mundraum oftmals erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium festgestellt wird - dadurch sinken die Heilungschancen drastisch."

Mund nimmt Gifte zuerst auf

"Die Mundschleimhaut fängt Gifte, die beim Rauchen entstehen, als erste auf", so Pötschke-Langer. "In unserem Bericht haben wir Ergebnisse aus 450 Einzelstudien zusammengezogen". Demnach ist Tabakrauch ein komplexes Gemisch aus über 4.800 Substanzen, von denen 90 krebserzeugend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen.

"Rauchen schädigt nicht nur Zahnfleisch und Zähne, sondern kann auch tödlich verlaufenden Mundhöhlenkrebs verursachen", so die Expertin. Raucher, die weniger als 20 Zigaretten am Tag konsumieren haben ein rund dreifach erhöhtes Erkrankungsrisiko, darüber versechsfacht sich das Risiko beim Konsum von mehr als 20 Zigaretten. "Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 10.000 Menschen an Krebs der Mundhöhle und des Rachens. Rund 4.500 sterben daran." Der größte Teil der Betroffenen sind Männer.

Alkohol und Tabak erhöhen Krebsrisiko

Rauchen und Alkoholkonsum erhöhen unabhängig voneinander das Risiko für Krebs im Mundraum, wobei das Risiko umso größer ist, je mehr und je länger der Betreffende raucht. Wer regelmäßig mehr als 50 Gramm Alkohol pro Tag konsumiert erhöht sein Risiko für Mundhöhlenkrebs um das Fünffache. Werden sowohl Alkohol als auch Tabak konsumiert, verstärken die beiden Produkte gegenseitig ihre krebsfördernde Wirkung.

"Die beste Vorsorge gegen diese Schäden ist ein konsequenter Rauchstopp", betont Pötschke-Langer. Dieser gelinge besonders gut mit professioneller Unterstützung. "Dem Zahnarzt fällt dabei eine wichtige Rolle zu, da er seine Patienten zumeist sehr regelmäßig sieht." In Deutschland besuchen rund 76 Prozent der Erwachsenen und etwa 66 Prozent der Jugendlichen mindestens einmal im Jahr den Zahnarzt.

Der ganze Bericht kann im Internet unter http://www.tabakkontrolle.de/pdf/Mundgesundheit_Band_13.pdf herunter geladen werden. (Ende)
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« Antworten #6 am: Mai 13, 2010, 16:18:46 »


http://www.weser-kurier.de/Bilder/86186/Raucher-Krankheiten.html
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« Antworten #7 am: Juni 14, 2010, 20:35:47 »

Die Wirkung des akuten Rauchens ist in der betrachteten Fachliteratur eindeutig. Es verursacht sowohl bei chronischen Rauchern als auch bei Nichtrauchern einen akuten Anstieg der arteriellen Steifheit.



Erster systematischer Review untersucht die Wirkung des Rauchens auf die arterielle Steifheit

Artikel von G. Turner, medical writer

Ausgewählter Artikel von .

Aus Hypertens Res. 2010 Apr 9. [Epub ahead of print]
PMID: 20379189

Schlüsselpunkte

• Eine Reihe von Faktoren und Konditionen verursachen Veränderungen der arteriellen Steifheit, darunter Alkoholkonsum, Dyslipidämie, Hypertonie, renale Dysfunktion, Adipositas und chronische obstruktive Lungenerkrankung. Diese Wirkungen könnten mit den Wirkungen des Rauchens interagieren, um die arterielle Steifheit und kardiovaskuläre Risikoprofile zu modifizieren.

• Eine erhöhte arterielle Steifheit ist mit einem höheren Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen assoziiert, und es wurde eine starke Korrelation zwischen der arteriellen Steifheit und der Entstehung von Atherosklerose an verschiedenen Stellen in den Arterien festgestellt.

• Die Wirkung des akuten Rauchens ist in der betrachteten Fachliteratur eindeutig. Es verursacht sowohl bei chronischen Rauchern als auch bei Nichtrauchern einen akuten Anstieg der arteriellen Steifheit. Chronische Raucher zeigten nach dem akuten Rauchen einen größeren Anstieg der arteriellen Steifheit als Nichtraucher.

• Das passive Rauchen verursacht zwar eindeutig eine erhöhte arterielle Steifheit, doch die Autoren berichten, dass die Wirkung des chronischen Rauchens etwas kontroverser ist. Während die meisten Studien einen Anstieg der arteriellen Steifheit durch chronisches Rauchen feststellten, konnten einige diese Wirkung nicht einheitlich beobachten. Die Wirkung des Einstellens des Rauchens auf die Rückbildung der arteriellen Steifheit war ebenfalls nicht eindeutig.

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Elsevier?profileAOI=2&profileAOIName=Kardiologie&articleItemId=9af00a48105ba0fbce9f5dcd7968d2a0
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« Antworten #8 am: September 06, 2010, 22:58:44 »

06.09.2010

Studie:

Veränderung der Hirnaktivität beim Rauchen   Anhand der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) können Forscher die Funktionen bestimmter Hirnstrukturen
untersuchen und Einblicke in die Veränderung von Hirnaktivität gewinnen - zum Beispiel auch solche, die durch Substanzen wie Alkohol oder Nikotin hervorgerufen werden.

Während nur jeder 30., der Alkohol trinkt, süchtig wird, entwickelt jeder dritte Raucher eine Abhängigkeit.  

und ...  http://www.journalmed.de/newsview.php?id=31255


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