Gesundheit in Bremen
- 30.04.2010
Weniger Herzinfarkte dank RauchverbotVon Birgit Bruns
Bremen. Wenn in Gaststätten nicht mehr geraucht werden darf, geht die Zahl der Herzinfarkte deutlich zurück. Das belegte jetzt eine kanadische Studie. Der Bremer Gesundheitsstaatsrat Hermann Schulte-Sasse sieht das als eine Bestätigung des Rauchverbots in Bremen.
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Laut einer kanadischen Studie gibt es in den Städten weniger Herzinfarkte, in denen ein Rauchverbot in Kneipen und Restaurants gilt.
Zwar gibt es bisher noch keine Daten über die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchverbots in Bremen, sagt der Gesundheits-Staatsrat Hermann Schulte-Sasse. Doch die Studie aus Toronto und weitere Untersuchungen aus Italien, Frankreich und Irland bewiesen eindeutig, dass es in den Städten, in denen nicht mehr in Gaststätten und Restaurants geraucht werden darf, deutlich weniger Herzinfarkte und Erkrankungen der Atemwege gebe als anderswo.
Diese Erkenntnis ist nach Meinung Schulte-Sasses direkt auf Bremen übertragbar und damit eine Bestätigung für die Richtigkeit des Rauchverbots in der Hansestadt. "Besonders die Passivraucher haben vom Verbot profitiert", sagt Schulte-Sasse.
Auf Zigaretten-Packungen steht die Warnung: Rauchen kann tödlich sein.
Rauchen lässt nicht nur Haut schneller altern, sondern fördert auch die Entwicklung von Hautkrebs.
Rauchen während der Schwangerschaft und nach der Geburt erhöht die Gefahr für den Plötzlichen Kindstod, warnt die Stiftung Kindergesundheit.
http://www.weser-kurier.de/Bilder/86186/Raucher-Krankheiten.htmlThomas Schlüter vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sieht das Rauchverbot knapp zwei Jahre nach der Einführung in Bremen eher kritisch. "Der wirtschaftliche Schaden ist da", sagt Schlüter. Zwar könne er keine konkrete Zahlen vorlegen, doch in Gesprächen mit Wirten sei immer wieder von großen Umsatzeinbußen die Rede - besonders in kleinen Eckkneipen. Den Kampf gegen das Rauchverbot hat Schlüter indes aufgegeben. "Das Ding ist durch. Wir hoffen nur, dass der Status Quo erhalten bleibt", sagt Schlüter.